Besseres Licht am Rad mit einfachen Mitteln

Auf die Idee hat mich Hanno Hirsch aus Karlsruhe gebracht: Alte, ausgediente Rücklichter und Reflektoren kann man prima mit modernen LED's ausstatten. Das ist zwar nicht ganz legal, aber unauffällig. Die entstehenden Lampen sind dann sehr hell.

Das Prinzip ist ganz einfach: Jeweils zwei Superflux-LED's werden zusammen mit einem 27Ohm-Widerstand in Reihe geschaltet und an 6-7 Volt Gleichspannung angeschlossen. Es fliessen dabei ca. 35-40mA. Das ist noch unter der Belastungsgrenze, aber schon hell genug. Von diesen Zweierkombis lassen sich dann beliebig viele parallel schalten.

Um die Lampen am Dynamo betreiben zu können, muss der Dynamostrom gleichgerichtet werden. Dazu verwendet man vier Schottky-Dioden als Brückengleichrichter. Diese kommen in ein kleines Gehäuse, das am Fahrradrahmen fest angebracht wird. Die Eingangsseite wird mit dem Dynamo verbunden, und die Ausgangsseite mit der Lichtanlage. Dazu müssen alle Lampen massefrei sein, dürfen also nicht elektrisch mit dem Fahrradrahmen verbunden werden. Hier ist evtl. etwas Tüftelarbeit angesagt.
Parallel zu den Lampen kann man noch Akkustrom einspeisen. Dieser fliesst nicht zum Dynamo zurück, da er vom Brückengleichrichter daran gehindert wird.


Meine alten Lampen: Einige davon habe ich umgerüstet.


Rücklicht mit 4 LED's



Diese 8er-Kombi kommt in einen Reflektor rein. Alles wird schön auf eine Platine gelötet...


...und dann fix verdrahtet.


Mit der Heissklebepistole wirds dann ins Gehäuse geklebt. Solche Reflektorgehäuse erscheinen mir nicht optimal. Sie sind nicht dafür gemacht, dass Licht hindurchscheint. Unter seitlichen Winkeln ist die Leuchtkraft dieser Lampe höher als direkt von vorne. Vielleicht ist das aber auch ein Vorteil im realen Verkehr?


Die Leuchtkraft ist schon beeindruckend! Hinzu kommt unterwegs noch die Kopflampe.


Frontlicht (2011)

So, nun gehts vorne weiter. Manchmal wird nicht alles gut, aber seht selbst:


Dieser Reflektor ist von einer älteren Sigma Mirage. Die hat eigentlich eine 5W Halogenlampe drin. Ziel war es, daraus ein Tagfahrlicht zu machen. Es sollte nur ein Positionslicht mit geringem Stromverbrauch werden, das an einem 6V Akku betrieben wird.
Ich habe einfach eine Luxeon Side-Emitter LED mit 1W auf den Reflektor geklebt. Ein Vorwiderstand von 27 Ohm begrenzt den Strom auf 120mA. Ohne Kühlkörper wäre mehr auch nicht ratsam. Der Birnensockel ist aufgeklebt, so passt es ohne weitere Umbauten in das Mirage-Gehäuse. Ein paar Stücke Gewebeklebeband zur Isolierung waren noch nötig.


Hier mal ein Griff in meine Bastelkiste, um noch was helles zu basteln. Der Reflektor ist von Inoled, der Kühlkörper mit einer Rebel-LED ist ebenso wie die 700mA-Festspannungsquelle von einem anderen Projekt übrig geblieben. Alles passte ohne viel Aufwand zusammen. Dazu das Leuchtbild:


Das ist der Vergleich meiner Lampe (oben) mit einer Inoled 20+ (unten). Meine ist wesentlich heller, bei gleichem Stromverbrauch. Aber...


...jetzt guckt Euch das mal an! Hier ist der untere Lichtklecks von meiner Kopflampe, bzw. der darin enthaltenen IQ speed erzeugt worden. Und das mit 500 statt 700mA. Das ist nochmal deutlich heller. Also lohnt es sich nicht wirklich, meine Lampe zuende zu bauen, wenn ich schon eine bessere Fertiglösung habe. Daher habe ich mir einen Adapter umgelötet:


Der Adapter war beim Mirage-Doppelscheinwerferset schon dabei. Ich musste nur einen Stecker anpassen auf die IQ. Die umgebaute Mirage ist jetzt fest am Rad (geringes Klaurisiko, aber trotzdem Schnellverschluss mit Schraube gesichert), bei Bedarf kommt die IQ dazu (hohes Klaurisiko). Dann brauche ich nur den Adapter zwischenfummeln zwischen Anschlusskabel und Mirage.

© Oktober 2005/März 2011, Wolfgang Bion
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